Ein schlechtes Stellungsspiel und eine noch schlechtere Chancenverwertung führte zur ersten Heimniederlage der Huskies in dieser Saison.
Sechs Minuten waren in der Kasseler Eissporthalle gespielt. Die Schlittenhunde hatten gleich mehrere tausenprozentige Chancen zur Führung vergeben. Die Scorpions machten es deutlich besser. Statt einer frühen Führung der Huskies liefen sie nun einem 0-2 Rückstand hinter her. Mit zwei weiteren Treffern der Niedersachen bis zur Spielmitte war die Partie bereits gelaufen.
Zwar gelang Soares in der 34. Minute das erste Kasseler Tor, aber es sollte auch das letzte an diesem Abend sein. Chancen waren zwar genug vorhanden, aber die Schlittenhunde scheiterten entweder am Torwart oder wie nach Boisverts Schuss am Pfosten oder ganz einfach am eigenen Unvermögen. 46 Torschüsse wiesen die Huskies am Ende der Partie auf. Eine Torquote von kläglichen 2,2 % ( ).
Wenn es vorne nicht läuft, muss man wenigstens in der Verteidigung glänzen, um eine Chance auf einen Sieg zu haben. Aber auch hier machte Kassel es den Scorpions zu leicht. Schlechtes Abwehrverhalten , schlechtes Stellungsspiel. Hannover konnte ein munteres Scheibenschiessen paktizieren und schraubte das Ergebnis noch auf 6-1 in Höhe. Und das nicht unverdient.
Eine positive Meldung gab es jedoch doch noch. Der Vertrag von Verteidiger Mike Card wurde nach dessen guten Leistungen bis Saisonende verlängert.
Zuhause eilen die Huskies von Sieg zu Sieg. Auswärts tut sich der ECK deutlich schwerer. Am Sonntag Abend unterlagen die Schlittenhunde mit 2-4 bei den Krefeld Pinguinen.
Gäbe es im Eishockey keine Strafzeiten wäre das Spiel mit dem Stand von 0-0 in die Verlängerung gegangen. Da Schiedsrichter Vogel jedoch 14 Strafminuten gegen Krefeld sowie 16+10 (Schmidt) Strafminuten gegen Kassel verteilte, konnten sich die Teams im Powerplay beweisen.
Den besseren Start hatten die Pinguine die in Überzahl mit 2-0 im ersten Drittel in Führungen gingen. Aber auch Kassel hat ein gutes Powerplay. Soares und Damon mit der Vorarbeit, Bryan Schmidt mit dem Anschlusstreffer im Mitteldrittel. Die gleiche Kombination gelang den Huskies auch im Schlussdrittel mit einem weiteren Treffer von Schmidt. Zuvor hatten jedoch auch die Pinguine erneut in Überzahl getroffen.
Beim Stand von 3-2 für die Gastgeber, nahmen die Schlittenhunde kurz vor Schluss ihren Torwart (Stephen Ritter bekam diesmal den Vorzug vor Adam Hauser) für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Statt des erhofften Ausgleichs trafen die Pinguine zum 4-2 Endstand ins leere Tor.
Willkommen zur “Derek Damon Show”. Mit drei Toren schoss der neue Torjäger der Huskies die Roosters fast im Alleingang ab.
Da Iserlohn allerdings nie aufsteckte und Kassel sich in der Verteidigung ein paar Fehler leistete, wurde das Match zu einer packenden Begegnung. Dabei sah es zunächst sehr einfach für Kassel aus. Die Huskies führten nach 10 Minuten mit 2-0 durch Damon und Soares und hatte eine zweiminütige doppelte Unterzahl dank Adam Hauser schadlos überstanden. Auch Iserlohns Anschlusstreffer schockte Kassel nicht. In Unterzahl und mit großzügiger Hilfe von Iserlohns Goalie Danny Aus den Birken gelang erneut Damon das 3-1.
Dann jedoch kamen die Roosters besser ins Spiel, während Kassel unkonzentrierter zu werke ging. Bis zur 30. Spielminute gelang den Sauerländern der Ausgleich. Drei Strafzeiten gegen Iserlohn hintereinander (inkl. einer Spieldauerstrafe) brachte die Schlittenhunde jedoch zurück auf die Siegerstrasse. Erst tarf erneut die Nummer 10 der Huskies – Derek Damon, dann war es Pierre-Luc Sleigher der bei 5-gegen-3 den alten Zwei-Tore Vorsprung wieder herstellte.
Im Schlussdrittel verlegte sich Kassel aufs verteidigen, was dank glänzender Paraden von Adam Hauser auch gelang. Als Highlight parierten Kassels Schlussmann auch noch einen Penalty von Robert Hock. Zwar kamen die Roosters noch einmal auf 5-4 heran, aber da waren nur noch 20 Sekunden zu spielen und der dritte Sieg der Huskies perfekt.
P.S. Kaum beschwert man sich über die fehlende Freigabe von Stephen Ritter – schon erhält er sie und durfte gegen Iserlohn erstmals bei einem Punktspiel für die Schlittenhunde auflaufen.
Die Huskies haben für eine neue Sternstunde im Kasseler Eishockey gesorgt. Mit einem -vor allem in dieser Höhe- nie für möglich gehaltenem 8-3 Sieg gegen Meister Berlin.
Stephane Richer sagte vor schon vor Spiel. Um Teams wie die Eisbären zu schlagen muss alles passen. Und an diesem denkwürdigen Abend passte einfach alles. Die Huskies überzeugten kämpferisch und spielerisch. Zauberten teilweise wie perfekten Doppelpass zwischen Tallaire und Leavitt, der damit das 1-0 erzielte. Oder bei Josh Soares Treffer in Unterzahl.
Berlin stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Auftaktniederlage. Stürmte wütend auf das Tor der Schlittenhunde zu – fand aber immer wieder seinen Meister in Adam Hauser. Anders die Huskies auf der anderen Seite. Mit zwei Powerplay-Toren durch Soares und Klinge zog Kassel auf 3-1 davon. Die Eisbären erzielte zwar kurz darauf den Anschlusstreffer, aber Holzmann stellte 37 Sekunden später den alten Abstand wieder her. Soares erwähntes Unterzahl-Tor schraubte das Ergebnis noch vor der Pause auf 5-2.
Ein letztes Aufbäumen der Eisbären sorgte zu Beginn der Schlussdrittels für den Treffer zum 5-3. Doch dann folgte die endgültige Demontage des amtierenden Deutschen Meisters. Klinge, Kraft und Tallaire schraubte das Ergebnis auf 8-3 in die Höhe.
Josh Soares sagte nach dem denkwürdigem Match gegenüber der HNA: “Dieser Sieg ist mehr wert als die drei Punkte. Denn er ist für uns als Mannschaft eine unglaubliche Motivation und für die Menschen in der Region – die Fans, die Sponsoren und alle Leute, die sich für Sport interessieren – ein Weckruf, ein Signal: Seht, diese Huskies wollen etwas zeigen. Und wenn sie so auftreten wie heute, dann können sie sogar den Meister schlagen!”
Unter www.hna.de/video/ findet ihr die Video-Zusammenfassung des Spiels.
Die bisher erfolgreiche Vorbereitung krönten die Huskies am vergangenem Wochenende mit dem Gewinns des Wurmberg-Cups durch einen 4-2 Sieg über die Iserlohn Roosters.
Zufriedene Gesichter wohin man blickt. Die Saisonvorbereitung der Schlittenhunde nährt die Hoffnung auf eine gute Saison. Die neuen Spieler fügen sich gut in das Team ein und mit Darek Damon scheinen die Huskies einen neuen Torjäger gefunden zu haben. Bereits fünfmal traf der US-Amerikaner. Scheine Sturmpartner Josh Soares und Manuel Klinge erzielten drei weitere Treffer, wodurch die neue Top-Reihe die Hälfte alle Tore in der Vorbereitung erzielt hat.
Das erste Teststpiel der Saison gewannen die Huskies bei Zweitligist Hannover Indians mit 4-3. Am Ende der Heimpremiere stand ein 2-1 Sieg gegen Erzrivale Frankfurt. Beide Tore markierte Darek Damon. Dann jedoch machte sich das harte Training bemerkbar. Müde Schlittenhunde mit schweren Beinen unterlagen den Scorpions mit 1-2 und den Iserlohn Roosters mit 2-3.
Die Teilnahme am wiederbelebten Wurmberg-Cup in Braunlage, einem gefragtem Turnier in den 80ern, erwies sich als sehr erfolgreich für Kassel. Durch den 3-1 Sieg im Halbfinale gegen die DEG, sowie dem 4-2 Erfolg gegen Iserlohn, gewannen die Huskies zwei Wochen vor dem Start der neuen DEL-Saison bereits ihren ersten Titel.
Fazit:
Von sechs Testspielen konnte Kassel vier gewinnen – bei 16:12 Toren. Neben einem gut aufgelegten Adam Hauser, konnte auch Stephen Ritter zeigen, dass er in der DEL mithalten kann. Ritter stand unter anderem im Finale gegen die Roosters zwischen den Pfosten.
Die Torschützen der Huskies waren bis jetzt Damon (5), Soares (2), Holzmann (2), Tallaire (2), Klinge, Boisvert, Leavitt und BIsaillon.
Die letzten Neuverpflichtungen sind gemacht – es kann losgehen! Am Mittwoch beginnt mit den medizinischen Checks das Training der Kassel Huskies.
Zwei Verteidiger, einen Stürmer und einen Torwart suchten die Schlittenhunde noch nach der Lizenzvergabe. Pünktlich zum Trainingsbeginn sind sie fündig gewurden.
Vom AHL-Club Springfield Falcons kommt der 22jährige Franko-Kanadier Sebastien Bisaillon, der zukünftig den Part des Offensiv-Verteidigers übernehmen und für Druck von der blauen Linie sorgen soll.
Vom HC Asiago/italien wechselt der der 27jährige Verteidiger Travor Johnson an die Fulda. Der Italo-Kanadier schaffte mit der Nationalmannschaft Italiens in diesem Jahr den Sprung in A-Gruppe und wurde zum besten Verteidiger der B-WM gewählt.