'Insolvenz'

Planverfahren in Eigenverantwortung

Mit der Übernahme der Huskies durch Dennis Rossing schienen die Huskies am vergangenem Montag vor der Insolvenz gerettet zu sein. Nun beschreiten die Huskies den Weg des Insolvenz-Planverfahren in Eigenverantwortung.

Nach dieser Bekanntgabe am Dienstag und der folgenden Verwirrung fassen wir nun kurz die Eckpunkte zusammen wie die Schlittenhunde nun endgültig vor der Pleite gerettet werden sollen:

  • Ausgangslage: Mit dem finanziellen Loch in Höhe von 700.000 Euro zum Saisonende steigen die Schulden auf 2,8 Millionen Euro an. Da kein Investor bereit ist 3 Millionen auf den Tisch zu legen ist die Insolvenz die logische Konsequenz.
  • Da eine Insolvenz jedoch das Ende der Huskies besiegeln würde, hat sich Rossing zusammen mit dem neuem Geschäftsführer Dr. Westhelle zu einem Planverfahren in Eigenverantwortung entschieden.
  • Im Unterschied zum normalen Insolvenzverfahren ist das Ziel hier die Erhaltung des Clubs. Rossing und einige Sponsoren zahlen eine hohe sechsstellige Summe mit der die Gläubiger abgefunden werden sollen. Wenn hier eine Einigung erzielt werden kann, könnten die Huskies in 6-8 Wochen saniert sein.
  • Die Zeit ist jedoch knapp. Bis zum 31. Mai müssen alle Unterlagen für die Beantragung der Lizenz für die neue Spielzeit bei der DEL vorliegen.
  • Aber selbst dann bleibt noch ein Fragezeichen. Eine Insolvenz, in welchem Verfahren auch immer, kann zum automatischen Lizenzentzug seitens der DEL führen. Dies ist jedoch keine Muss-Bestimmung. Die Clubs der DEL könnten darüber entschieden. Sollten sich 11 Vereine gegen Kassel aussprechen wäre dies das Aus. Eine solche “Stimmung” ist jedoch bisher nicht abzusehen.