Publikumsliebling J.P. Côté gelang gestern Abend beim Sieg gegen die Adler etwas bemerkenwertes.
Nach nur 56 Sekunden gerieten der Kasseler und Mannheims Markus Kink aneinander und lieferten sich eine wilde Prügelei. Côté schaffte dabei das Kunststück 2+2+2 (!)+10 Strafminuten für Stock-Check und unnötige Härte zu kassieren. Bilder davon liegen uns leider nicht vor. Aber es dürfte ungefähr so ausgesehen haben:
Weiterhin sind die Kassel Huskies von der Insolvenz bedroht. Über eine halbe Million Euro soll das Minus betragen. Die Spieler erhielten nur ihr halbes Januar-Gehalt. Die Gehälter für Februar und März stehen noch aus.
Umso erstaunlicher was gestern Abend in Mannheim passierte. Die Adler führten bereits nach 2:24 Minuten mit 2-0. Gut, keine Geld, keine Leistung konnte man denken. Und man könnte es den Spielern damit auch nicht vorwerfen. Aber dann lief das Spiel wohl nach dem Motto “Wenn schon kein Geld, dann um die Ehre”. Denn plötzlich machten die Huskies richtig Dampf. Klinge und Christ sorgten für den Ausgleich. Damon und Côté bauten die Führung aus. Mannheim kam zwar noch einmal auf 3-4 heran, aber Josh Soares sorgte mit seinem Empty-Net Goal für den ersten Auswärtssieg der Schlittenhunde seit 16 Spielen.
In der Mannschaft steckt also noch Leben. Und auch in Rossings Bemühungen die Insolvenz zu verhindern. Hauptsponsor VW sagte einen “substanziellen Betrag” für nächsten zwei Jahre zu. Auch kleinere Sponsoren hätten Gelder in jeweils fünfstelliger Höhe zugesagt. Das Bangen und Hoffen geht also weiter.
Ein Derby nach dem Geschmack aller Nordhessen! 5.300 begeisterte Fans, tolle Stimmung und entfesselt spielende Huskies!
Die letzten zwei Minuten des Spiels laufen und “Oh, wie ist das schön”-Gesänge erschallen von den Rängen. In der Tat hat man so etwas lange nicht mehr gesehen. Sleigher, Kraft, Damon und Côté schossen eine 4-0 Führung heraus, worauf der völlig entnervte Gordon unter den Schmährufen der Fans das Eis für seinen Backup verliess. Dem erging es allerdings auch nicht besser. Noch keine zwei Minuten nach seiner Einwechselung musste er hinter sich greifen nachdem Leavitt zum 5-0 traf.
Dann jedoch legten die Huskies den Schongang ein. Frankfurt kam zwar noch einmal auf 5-2 heran. Dennoch feierten die Schlittenhunde einen ungefährdeten Sieg mit allem was dazu gehört: Ehrenrunde, La Ola, Humba und Raupe
Schützenfest für die Kassel Huskies. Nach drei Niederlagen in Folge meldeten sich die Schlittenhunde mit einem deutlichen 7-2 Sieg zurück.
Kaum hatte die Partie begonnen, da war sie auch schon entschieden. Nach 4:33 Minuten führte Kassel durch Tore von Leavitt, Kraft und Holzmann mit 3-0. Côté, Card und zwei Tore von Schmidt machten den Kasseler Sieg perfekt. Straubing konnte nur im Schlussdrittel noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und kam noch zu zwei Ehrentoren.
Mann des Abend war aber ohne Frage Alex Leavitt, der neben seinem eigenem Treffer noch drei Vorlagen gab.
Zwei böse Niederlagen haben die Huskies im Kampf um die Playoffs zurückgeworfen. Dem 0-1 gegen Nürnberg am Freitag folgte ein 4-7 in Ingolstadt am Sonntag.
Das Heimspiel gegen die Ice Tigers war weniger ein Spiel, sondern eher ein Zerstören. Beide Mannschaften agierten zwar super in der Denfensive, statt jedoch selber anzugreifen wurde versucht den gegnerischen Spielaufbau zu zerstören. Torchancen waren Mangelware und so konnte ein Treffer das Spiel entscheiden. Zum Leidwesen der Kasseler waren es jodoch die Tiger die Tor des Tages im letzten Drittel erzielten.
In Ingolstadt lief es nicht viel besser. Zwar trafen die Kasseler Stürmer wieder, dafür befand sich die Abwehr mal wieder im kollektiven Tiefschlaf. Trauriger Höhepunkt: Die 30. Spielminute. Beim Stand von 2-1 für die Panther beschließen die Huskies den Gegner 57 Sekunden lang nicht anzugreifen. Neuer Spielstand danach: 5-1 für Ingolstadt *kopfschüttel*
Zwei positive Erkenntnisse gibt es dennoch: Neuzugang Côté präsentierte sich (zumindest am Freitag) als der versprochene Abräumer vor dem Tor und Hugo Boisvert gelang im 19. Saisionspiel endlich das erste Tor in dieser Spielzeit.
Die DEL macht eine Woche Deutschland-CUP-Pause, die Huskies bleiben dennoch nicht untätig und tauschen ihre Verteidiger aus um mehr Stabilität für die Abwehr zu erreichen.
Jean-Philippe Côté wechselt vom AHL-Club Wilkes-Barre zu den Huskies. Der 27jährige Kanadier gilt als Kämpfer und Abräumer vor dem Tor. Für Côté mussten hingen zwei Schlittenhunde aus dem Kader weichen. Rene Kramer erhielt eine Förderlizenz und wird bis auf weiteres für die Dresdner Eislöwen spielen. Trevor Johnson hingegen erhielt von den Huskies die Freigabe, sich einen neuen Club zu suchen und wird nicht mehr für Kassel aufs Eis gehen.