'Spielberichte'

Saisonende mit großen Gefühlen

Stéphane richer
Die Saison endet mit zwei Niederlagen. 5-6 gegen die Augsburger Panther. 1-7 bei den Krefeld Pinguinen. Wichtiger als die Ergebnisse war jedoch die großartige Stimmung.

Es war das letzte Heimspiel der Saison – und hoffentlich nicht das letzte DEL-Spiel der Kassel Huskies. Noch immer droht die Insolvenz. Die Fans ließen sich davon jedoch nicht die Stimmung verderben. 3500 Zuschauer sorgten im letzten Spiel für Playoff-Stimmung in der Halle. Die Spieler, die weiter auf ihr Gehalt warten müssen, dankten es mit unbändigem Kampfgeist.

Emotional wurde es vor allem nach Ende des Spiels bei der offiziellen Verabschiedung von Stephane Richer, der in der kommenden Saison Sportdirektor bei den Hamburg Freezers wird. Man munkelt jedoch, dass Richer auch den Posten des Trainers übernehmen wird. Drei weitere Abgänge stehen inzwischen auch fest. Ryan Kraft, Thomas Holzmann und leider auch Publikumsliebling J.P. Côté werden die Huskies verlassen. Côté und Holzmann folgen dabei ihrem Coach in die Hansestadt.

Trotz der Pleite im letzten Saisonspiel feierten KEV- und Huskies-Fans gemeinsam. So muss Eishockey aussehen :-)


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Derby-Niederlage in Frankfurt

Auch der 22. Versuch hintereinander ein Spiel in Frankfurt zu gewinnen ging daneben. Mit einem 1-8 im Gepäck fuhren die Huskies nach Hause.

Was normalerweise ein Debakel gewesen wäre, war diesmal jedoch  angesichts der ungewissen Zukunft nur eine unbedeutende Niederlage. Die mitgereisten 150 Huskies-Fans feierten trotzdem ihre Mannschaft. Eine Mannschaft die nicht nur gegen die Löwen, sondern auch gegen die Schiedrichter Aumüller und Vogl kämpfen musste. Acht Strafminuten gegen die Lions; 65 Strafminuten gegen die Huskies (inkl. einer Spieldauerstrafe gegen Sleigher). Der Frust der Mannschaft ist daher zu verstehen zumal immer noch das halbe Januar-Gehalt sowie die Zahlung für Februar ausbleiben.

Huskies kämpfen DEG nieder

Derek Damon
Dem Sensationssieg über die Adler Mannheim liessen die Huskies gleich die nächste faustdicke Überraschung folgen: Die Schlittenhunde bezwangen die DEG Metro Stars mit 3-2.

Knapp 3.000 Fans stellten sich angesichts der drohenden Insolvenz hinter die Mannschaft, die trotz ausbleibender Gehälter in Mannheim ausopferungsvoll kämpfte einen frühen Rückstand in einen Sieg verwandelte. Auf dem Heuboden wurden Spruchbänder enthüllt mit der Aufschrift: „Sorry guys. Respect! You’re real Huskies.“
Vielleicht wurden aber in der Kabine auch bereits Gehaltsschecks verteilt, denn die Schlittenhunde legten richtig los. Nur 49 Sekunden dauerte es bis Derek Damon das 1-0 erzielte. Die Huskies kämpften um jeden Zentimeter Eis, lautstark von den Fans nach vorne gepeitscht. Auch  der obligatorische Doppelschlag mit zwei Gegentoren innerhalb von zwei Minuten konnten die Huskies nicht stoppen. Im direkten Gegenzug glich Manuel Klinge wieder aus. Sekunden vor Ende des 2. Drittels gelang Damon bei Überzahl die erneute Führung für Kassel, die bis Spielende bestand hatte.

Nun können dem Sechs-Punkte-Wochenende gerne drei weitere Punkte folgen. Denn bereits morgen treten die Huskies zum Hessenderby in Frankfurt an. Mit einem weiteren Versuch nach 21 Niederlagen in Folge wieder mal einen Sieg zu holen. Der wäre auch bitter nötig, wenn die Schlittenhunde sich die Minimalchance erhalten will, die rote Laterne doch noch abzugeben. Hamburg und Straubing haben drei Spieltage vor Saisonende noch fünf Punkte Vorsprung auf die Huskies.

Bildquelle: www.huskies-online.de

Zwischen Hoffen und Bangen …. und ein Sieg in Mannheim

Jean-Philippe Côté
Weiterhin sind die Kassel Huskies von der Insolvenz bedroht. Über eine halbe Million Euro soll das Minus betragen. Die Spieler erhielten nur ihr halbes Januar-Gehalt. Die Gehälter für Februar und März stehen noch aus.

Umso erstaunlicher was gestern Abend in Mannheim passierte. Die Adler führten bereits nach 2:24 Minuten mit 2-0. Gut, keine Geld, keine Leistung konnte man denken. Und man könnte es den Spielern damit auch nicht vorwerfen. Aber dann lief das Spiel wohl nach dem Motto “Wenn schon kein Geld, dann um die Ehre”. Denn plötzlich machten die Huskies richtig Dampf. Klinge und Christ sorgten für den Ausgleich. Damon und Côté bauten die Führung aus. Mannheim kam zwar noch einmal auf 3-4 heran, aber Josh Soares sorgte mit seinem Empty-Net Goal für den ersten Auswärtssieg der Schlittenhunde seit 16 Spielen.

In der Mannschaft steckt also noch Leben. Und auch in Rossings Bemühungen die Insolvenz zu verhindern. Hauptsponsor VW sagte einen “substanziellen Betrag” für nächsten zwei Jahre zu. Auch kleinere Sponsoren hätten Gelder in jeweils fünfstelliger Höhe zugesagt. Das Bangen und Hoffen geht also weiter.

Bildquelle: J.P. Côte: www.hna.de

Niederlagenserie geht weiter

Die Olympiapause hat den Huskies nicht gut getan. Der 3-6 Heimpleite gegen die Haie folgt ein 2-3 in Hannover.


15. Auswärtsniederlagen in Folge!

Adam Hauser
Am vergangenem Dienstag spielten die Huskies in Wolfsburg. Nun, drei Tage danach erst ein Spielbericht? Spät, ja…. aber es macht keinen Spaß immer das gleiche zu schreiben.

Aber nun tue ich es doch. Zumindest als Kurzfassung:Das Spiel ging 0-4 verloren. Bester Husky auf dem Eis war Goalie Adam Hauser. Das sagt eigentlich schon alles über die Leistung der Schlittenhunde. Zu allem Überfluss kassierte Josh Soares eine Spieldauerstrafe und wird am Sonntag gegen Köln fehlen.

Dann besteht auch wieder Hoffnung auf einen Sieg. Denn erstens spielen die Huskies daheim. Zweitens kommen als Gegner die schwächelnden Haie, die momentan nur noch auf Platz 12 stehen.

Bildquelle: www.huskies-online.de