Stephen Ritters langes Warten auf die Freigabe
18. September 2009
Wenn heute Abend die Huskies gegen die Iserlohn Roosters antreten, wird einer noch immer nicht dabei sein. Backup-Goalie Stephen Ritter wartet weiter auf seine Spielgenehmigung.
Kassels neuer Torhüter Stephen Ritter leidet seit Kindertagen an Diabetis – muss sich mehrmals täglich Insulin spritzen. Das Problem hierbei: Insulin steht auf der Dopingliste. Ritter darf nur mit einer Ausnahmegehmigung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) spielen.
Auf die Freigabe der NADA warten die Huskies nun schon seit mehreren Wochen. Dabei ist Ritter kein Einzelfall. Auch Mannheims Stürmer Michael Hackert ist zuckerkrank. Während Hackert jedoch bei jedem Spiel der Adler mit von der Partie ist, sitzt Ritter auf der Tribüne und ist zum Zuschauen gezwungen.
Entsprechend enttäuscht äußerte ich der Torhüter gegenüber der HNA: “Seit meinem zweiten Lebensjahr bin ich krank. Aber ich kann damit gut leben und hatte in Nordamerika nie Probleme mit meiner Spielerlaubnis. Nicht im College, nicht in der Juniorenliga, erst hier in Deutschland. Ich verstehe ja, dass sie hier den Sport sauber halten wollen. Aber warum dauert das bei mir so lange? Wir haben doch alle Unterlagen eingereicht, auch alle Nachfragen sofort beantwortet. Sogar die Dokumente von meinem Kinderarzt in New Jersey konnte ich ranholen, weil meine Eltern alle Unterlagen aufbewahrt haben.”
Die NADA schweigt jedoch und verweist lediglich darauf, dass eine Entscheidung in der Regel binnen 30 Tagen gefällt wird. Diese Zeit ist jedoch bereits abgelaufen. So bleibt Ritter nichts weiter übrig als weiter auf die Freigabe zu warten. Aber noch besteht ja die Hoffnung, sie heute endlich zu erhalten um dann gegen die Roosters erstmals aufzulaufen.
Bildquelle: www.huskies-online.de



